26.06.2012

U11 gewinnt Hessenpokal

Am vergangenen Wochenende konnten sich die Mädels der U11 der Eintracht in eigener Halle den ersten Platz im Hessenpokal-Finale erspielen und holten somit nach über zehn Jahren den ersten Titel für ein weibliches Jugendteam.

Am vergangenen Wochenende konnte sich die U11 der Eintracht in eigener Halle den ersten Platz im Hessenpokal-Finale erspielen und holten somit nach über zehn Jahren den ersten Titel für ein weibliches Jugendteam.Am Samstag Nachmittag trafen die Frankfurter um Trainerin Sarah Qureshi und Co-Trainer David Wong zunächst auf den Zweitplatzierten der Landesliga-Nord, dem TSV Grünberg. Die Gäste aus dem Norden bestritten an diesem Tag erst ihr zweites Spiel überhaupt und fanden daher trotz konstantem und unermütlichen Einsatz kein Mittel gegen die Gastgeberinnen, so dass es trotz verkürzter Spielzeit bereits zur Halbzeit 34:00 für die Frankfurter stand. Ähnlich ging es nach der Halbzeitpause weiter, alle Adlerträgerinnen bekamen ausreichend Spielzeit und konnten sich schließlich in einem unspektakulären Spiel 57:12 durchsetzen.Um zehn Uhr morgens am Sonntag mussten die Eintracht Mädels wieder ran, diesmal gegen die Homburger TG, die sich am Vorabend mit 26:39 dem BC Marburg geschlagen geben musste. Beide Teams trafen bereits in der Vorrunde aufeinander und die kleinen Adlerinnen wussten genau, dass dieses Spiel nicht so leicht von der Hand laufen würde wie das Spiel gegen Grünberg. Die Frankfurter erwischten den besseren Start in die Partie und konnten sich mit zwei schnellen Körben ein wenig Selbstvertrauen erspielen (4:0, 1.Min). Trotz der schnellen Führung entwickelten sich die folgenden Minuten des Aufeinandertreffens zu einer wahren Defenseschlacht: gerade einmal 8:2 für die Eintracht stand es nach dem 1.Viertel, die immerhin mit einer 14:6-Führung in die Halbzeit gehen konnten. Nach der Pause schienen die Frankfurter den Druck nun doch deutlicher zu spüren, hatten mehr und mehr einfache Ballverluste und fanden einfach nicht mehr zurück in ihr Spiel (17:12, Ende 3.Viertel). Den Appell der beiden Frankfurter Trainer an ihre Schützlinge, sich wieder auf ihre eigenen Stärken anstatt auf die der Homburger zu konzentrieren, zeigte sichtlich seine Wirkung: Immer besser bekamen sie mit einer hervorragenden Defenseleistung die beiden korbgefährlichsten Homburgerinnen unter Kontrolle, erspielten sich mannschaftlich geschlossen einfache Korbchancen und konnten schließlich mit 26:14 die Partie für sich entscheiden.Nachdem im Anschluss der BC Marburg die Partie gegen den TSV Grünberg mit 44:15 für sich entscheiden konnte war klar, dass die letzten beiden Spielpaarungen erst den dritten Platz und dann den Hessenpokal-Sieger auspielen würden.Nach der Mittagspause konnte sich die Homburger TG gegen die Grünberger mit 38:27 durchsetzen und erspielte sich somit den dritten Platz.Mit großer Spannung erwarteten nun alle zahlreichen Zuschauer die Partie Eintracht Frankfurt gegen BC Marburg. Bereits vor dem Sprungball war es so laut in der Halle, dass die Spielerinnen kaum ihr eigenes Wort auf dem Feld verstanden. Hoch motiviert und konzentriert gingen beide Teams in das Spiel, in dem wieder einmal die Gastgeber mit einfachen Körben in Führung gehen konnten (6:0, 5.Min). Ab diesem Zeitpunkt ging es hin und her in einem wahren Finale, das zwei Teams auf Augenhöhe untereinander ausmachten und in dem anders als in den anderen Spielen alle beteiligten Spielerinnen auf ihre Art und Weise Akzente setzen konnten. Trotz der kleinen Führung, mit der die Eintrachtlerinnen in das zweite Viertel gingen (12:9), wurden sie nach der kurzen Pause zunehmend nervös, passten immer wieder den Ball in die Hände der Gegnerinnen und konnten den Fastbreak der Gäste einfach nicht stoppen. Zum ersten Mal in diesem Turnier gingen die Frankfurter mit einem Rückstand in die Halbzeitpause (18:20). Obwohl die Marburgerinnen die ersten Punkte nach der Pause erziehlen konnten (18:22), schafften es die jüngsten Adler sich diesmal nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Mit leidenschaftliche Defense und konzentrierter Offense kämpften sie sich erst heran, konnten schließlich kurz vor Ende des dritten Spielabschnitts wieder in Führung gehen (28:26) und schafften es dennoch nicht, sich mit mehr als zwei Punkten abzusetzen. Erst 67 Sekunden vor Schluss schaffte es Eva durch ein "And One" die Frankfurter mit drei Punkten in Führung zu bringen (37:34). Die Marburger taten alles, um noch einmal auszugleichen, doch die Frankfurter behielten die Nerven, spielten geschickt die Zeit runter und konnten sogar 2 Sekunden vor Schluss noch einmal durch einen Freiwurf auf 38:34 zu erhöhen und so das Spiel für sich entscheiden.Maßlose Freude bei allen Spielerinnen, deren Eltern, Freunden und Verwandten brach nun in der Halle aus und erst für die Siegerehrung durch Abteilungsleiter Norbert Kelzenberg konnte man sein eigenes Wort wieder verstehen. "Das war Basketball auf ganz, ganz hohem Niveau!", fasste er das Finalspiel zusammen, bevor allen noch anwesenden Spielerinnen - das Grünberger Team war bereits abgereist - ihre Urkunden und Medaillen überreichte.Bei aller Freude floß jedoch auch die ein oder andere Träne des Abschieds, verlassen doch jetzt 11 der 14 Spielerinnen die U11 Richtung Wu13. "Natürlich fällt das jetzt allen schwer, auch mir", kommentiert Trainerin Sarah die Situation. "In den letzten zwei Jahren ist mir das Team unglaublich ans Herz gewachsen und ich platze vor Stolz, wenn ich daran denke, was diese jungen Mädels in dieser Saison geleistet haben. Dass wir jetzt auch noch Hessenpokal-Sieger sind, ist das schönste Saison-Abschlussgeschenk, dass sie mir machen konnten."In diesem Sinne "Viel Erfolg!" an die Mädchen, die nächstes Jahr für unsere U13 spielen und ein ganz großes "Danke!" sowohl an das Team, das Trainern und Verein soviel Freude gebracht hat, als auch an die Eltern, ohne deren Fahr-, Wasch- und Kuchentheken-Einsatz alles bedeutend schwerer gewesen wäre.

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